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Alternativen zur Bewerbungsmappe: Teil 1 – Die E-Mail-Bewerbung

29.04.2010 - Themen: Form, Layout, Online
Die E-Mail Bewerbung

Bewerbungen per E-Mail erfreuen sich in Personalabteilungen wachsender Beliebtheit und sind mittlerweile eine häufig genutzte Alternative zur traditionellen Bewerbungsmappe. Doch wie oft verleiten uns E-Mails zu Ungenauigkeiten und Formfehlern, die gerade bei Bewerbungen kontraproduktiv sind. Wie es richtig geht, zeigen wir Ihnen hier…

Die schnellen und kostengünstigen E-Mail-Bewerbungen werden bei Personalern immer beliebter. Sie verursachen keine Ablage-Berge und erleichtern die Absprache zwischen den Abteilungen. Trotzdem sollte man sich im Vorfeld immer vergewissern, ob das Unternehmen Bewerbungen per E-Mail oder per Post wünscht. Sind beide Möglichkeiten gegeben, müssen Sie sich entscheiden. Doppelt hält in diesem Fall nicht besser, sondern kostet den Personaler zusätzlich Zeit.

Von: Schnuffelbacke@abc.de, An: info@unternehmen.de, Betreff: Die beste Bewerbung

Die Erfolgschancen einer solchen Bewerbung gehen gegen Null, auch wenn Sie im Anhang mit einem atemberaubenden Lebenslauf und unschlagbaren Zeugnissen glänzen. Denn höchstwahrscheinlich wird der Personaler diese gar nicht erst anschauen. Verwenden Sie bei Online-Bewerbungen stattdessen immer eine seriöse E-Mail-Adresse, am Besten Vorname.Nachname@provider.de. Schicken Sie Ihre Bewerbung nicht an „Sammeladressen“ wie info@ oder kontakt@, sondern recherchieren Sie Namen und Email-Adresse des zuständigen Mitarbeiters. In der Betreff-Zeile sollten Sie genau angeben, auf welche Stelle oder – bei Initiativ-Bewerbungen – für welchen Tätigkeitsbereich Sie sich bewerben.

So hat Ihre Bewerbung Format

Auch wenn gerade für versierte Internet-Nutzer und Hobby-Programmierer die vielen Möglichkeiten verlockend sind, als Format einer E-Mail-Bewerbung kommt ausschließlich das schnörkellose ASCII- bzw. „Nur-Text“-Format in Frage, das sich bei jeder E-Mail separat in der Menü-Leiste einstellen lässt. Als Anhang empfehlen sich schlanke PDF-Dokumente , die zusammen nicht größer als 2 – 4 MB sind. Bei anderen Datei-Formaten laufen Sie Gefahr, dass Ihre Formatierungen beim Adressaten plötzlich sehr eigenwillig aussehen oder dieser die exotischen Attachements gar nicht erst nicht öffnen kann. Zusätzliche Pluspunkte sammeln Sie, wenn Sie die Anzahl Ihrer Anhänge auf ein Minimum beschränken. Ein Dokument mit dem persönlichen Bewerbungsanschreiben sowie ein Dokument für Lebenslauf und alle relevanten Zeugnisse sind vollkommen ausreichend. Achten Sie darauf, dass eingescannte Dokumente gut lesbar und Ihre Datei(en) sinnvoll benannt sind (z.B. Vorname_Name_Bewerbung). Auch wenn Sie extra beim Friseur waren, können Sie nicht davon ausgehen, dass der von Ihnen angeschriebene Mitarbeiter Ihr Bild künftig als Desktop-Hintergrund nutzen möchte. Schicken Sie daher Ihr Bewerbungsfoto nicht als zusätzliche Datei, sondern bauen Sie es in Ihren Lebenslauf ein.

Die persönliche Note

Der E-Mail-Text mit einer vollständigen Signatur am Ende kann gleichzeitig das persönliche Bewerbungsanschreiben sein. Bedenken Sie aber, dass Sie hier aufgrund fehlender Formatierungsmöglichkeiten keinen Gestaltungsspielraum für ein individuelles Layout haben. Besser ist es, als E-Mail-Text das Bewerbungsschreiben in einigen wesentlichen Sätzen zusammenzufassen und darin auf das ausführliche und formatierte Anschreiben im Anhang zu verweisen. Sogenannte Emoticons und die platzsparende Internetsprache (thx, mfg, …) haben im E-Mail-Text selbstverständlich nichts zu suchen.

Gehen Sie auf Nummer sicher und schicken Sie sich die fertige Bewerbungsmail erst selbst oder einem Freund zur Kontrolle. Auf diese Weise lassen sich viele Fehler vermeiden.

Unsere 10 goldenen Regeln für eine gute E-Mail-Bewerbung:

  1. Versichern Sie sich zunächst, ob eine Bewerbung per E-Mail gewünscht ist.
  2. Achten Sie auf eine eigene seriöse E-Mail-Adresse.
  3. Senden Sie Ihre Bewerbung an einen konkreten Ansprechpartner.
  4. Geben Sie in der Betreff-Zeile an, auf welche Stelle Sie sich bewerben.
  5. Senden Sie Ihre E-Mail-Bewerbung im „Nur-Text“-Format.
  6. Achten Sie auf Anhänge im pdf-Format, die in Summe 2-4 MB nicht überschreiten.
  7. Überprüfen Sie gescannte Dokumente auf gute Lesbarkeit.
  8. Senden Sie Ihr Bewerbungsfoto nicht als separaten Anhang.
  9. Achten Sie auf einen seriösen und fehlerfreien E-Mail-Text.
  10. Nehmen Sie sich die Zeit für eine gründliche Kontrolle Ihrer Bewerbung.

Die schnellen und kostengünstigen E-Mail-Bewerbungen werden bei Personalern immer beliebter. Sie verursachen keine Ablage-Berge und erleichtern die Absprache zwischen den Abteilungen. Trotzdem sollte man sich im Vorfeld immer vergewissern, ob das Unternehmen Bewerbungen per E-Mail oder per Post wünscht. Sind beide Möglichkeiten gegeben, müssen Sie sich entscheiden. Doppelt hält in diesem Fall nicht besser, sondern kostet den Personaler zusätzlich Zeit.



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