Die Möglichkeit, Informationen via E-Mail weiterzugeben, ist grundsätzlich eine wunderbare Sache. Viele Bewerber unterliegen allerdings dem Missverständnis, dass Online-Bewerbungen weniger Sorgfalt benötigen. Es fällt jedenfalls auf, dass die auf diesem Weg übermittelten Anschreiben oft lockerer im Stil gehalten sind, auf die Gestaltung des Lebenslaufs weniger Wert gelegt wird und es manchmal von Fehlern nur so wimmelt. Was auf einem Blatt Papier ausgedruckt und versendet wird, unterliegt offenbar anderen Qualitätsstandards als das, was auf dem Bildschirm zu sehen ist und per Mausklick auf Reisen geht. Daher hier einige Tipps zu Online-Bewerbungen:
- Behandeln Sie eine Online-Bewerbung wie eine klassische, schriftliche Bewerbung. Wer zu lässig formuliert, ist schnell wieder offline.
- Begrenzen Sie die Zahl der Attachments.
- Bitte die Auflösung beim Scannen nicht zu hoch wählen (Dateigröße!), aber auch nicht zu pixelig. 150 dpi sieht meist schon recht gut aus.
- Das Anschreiben (eine Seite!) nicht in den E-Mail-Text schreiben, es gehört in die PDF mit dem Lebenslauf (möglichst nicht mehr als zwei Seiten!). Erstellen Sie gegebenenfalls eine zweite PDF für die Zeugnisse.
- Bitte quälen Sie Ihre Adressaten nicht mit überflüssigen Deckblättern und Listen über die Anhänge.
- Verschicken Sie keine Mails, die größer als 1,5 bis 2 MB sind.
- Versenden Sie Ihre Bewerbung nicht an eine E-Mail-Sammeladresse („info@“). Sie verschwindet sonst wahrscheinlich im Datennirwana.
- Überprüfen Sie Ihre E-Mail-Adresse. „schluckspecht@“ oder Ähnliches kommt nicht so gut an.
Dieser Text stammt aus: Claus Peter Müller-Thurau: Die besten Bewerbungstipps und –tricks. Haufe Verlag 2008, 152 Seiten mit CD-ROM, € 14,95 [D]
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