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Arbeitszeugnis: Was sind Ihre guten Noten noch Wert?

19.05.2010 - Themen: Bewertung, Noten, Referenzen, Zeugnis
Zeugniss gute Noten

Sie haben Ihren Job „stets zur vollsten Zufriedenheit Ihres Arbeitgebers ausgeführt und auch sonst steckt Ihr Arbeitszeugnis voller Superlative? Herzlichen Glückwunsch. Ihrer Bewerbung verschafft das allerdings kaum einen Vorteil. Die Zeugnisse der anderen sind nämlich genau so herausragend. Warum Arbeitszeugnisse ihre Glaubwürdigkeit verlieren und mit welchen Alternativen Sie in Ihrer Bewerbung punkten können, erfahren Sie hier…

Dass ihr Arbeitszeugnis kaum noch Aussagekraft besitzt, glauben mittlerweile mehr als zwei Drittel der Internetnutzer. Das ergab eine Umfrage der Personen-Suchmaschine Yasni und der Personalberatung Xenagos. Schuld daran ist das einschränkende Regelwerk, das die Leistungsbewertung hierzulande abhängig macht vom Verhandlungsgeschick des Mitarbeiters. Demnach soll ein Arbeitszeugnis der Wahrheit entsprechen, muss aber immer wohlwollend formuliert sein. Notfalls können Arbeitnehmer für sie positive Aussagen vor Gericht durchsetzen. Bewertet der Chef Ihre Arbeitsleistung schlechter als befriedigend, steht er in der Beweispflicht. Um kostspieligen Gerichtsverhandlungen aus dem Weg zu gehen, lassen manche Arbeitgeber ihre Mitarbeiter das Zeugnis gleich selbst verfassen.

Gleichmacherei zu Lasten echter Leistungsträger

In Personalabteilungen ist diese Vorgehensweise längst bekannt. Wirkliche Leistungsträger haben da das Nachsehen. Ihr Zeugnis ist oft nicht besser, als das anderer Bewerber, die womöglich nicht im Job, sondern mit der besseren Verhandlungstaktik gegenüber ihrem Ex-Arbeitgeber glänzten. Viele Personalexperten sind daher der Meinung, dass Arbeitszeugnisse nur noch ergänzende Informationen über den Bewerber liefern, und ziehen zusätzliche Erkundigungen ein – zum Beispiel über das Internet.

Alternative Profilierungsschauplätze

In Business- und Kontaktnetzwerken, in professionellen Bewerberdatenbanken aber auch durch eine eigene Homepage oder einen Blog: Mit einem persönlichen Profil im Netz können Sie Ihre Kompetenzen herausstellen – oder sich ins Abseits manövrieren. Das gleiche gilt für persönliche Empfehlungen: Durch mündliche oder schriftliche Referenzen geben Sie Personalern die Möglichkeit, sich Ihre fachlichen und sozialen Qualifikationen durch Dritte bestätigen zu lassen. Vorausgesetzt Ihre Fürsprecher sind neutral und können Ihre Arbeitsleistung kompetent beurteilen.

Unsere 5 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung:

  • Googeln Sie Ihren Namen und stellen Sie sicher, dass die gefundenen Informationen kein schlechtes Licht auf Sie werfen.
  • Legen Sie ein Profil in einem renommierten Business-Netzwerk oder einer Bewerberdatenbank, wie z.B. dem Jobscout24-Kandidaten-Pool, an.
  • Geben Sie dabei nur die Informationen preis, die für potentielle Arbeitgeber relevant sind.
  • Sie sind Experte auf Ihrem Gebiet und verfügen über ein fundiertes Fachwissen? Lassen Sie andere daran teilhaben – zum Beispiel durch einen eigenen Fach- oder Experten-Blog.
  • Geben Sie in Ihrer Bewerbung Namen und Telefonnummern von mindestens zwei Referenzpersonen an, die neutral und glaubhaft sind. Familie, Freunde sowie gleichgestellte oder untergebene Mitarbeiter zählen nicht dazu.
  • Bitten Sie die betreffenden Leute vorher unbedingt um Ihr Einverständnis und teilen Sie ihnen mit, dass von der Firma XY ein Anruf zu erwarten ist.


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