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Kleiner Bewerbungsknigge - Die ersten Minuten im Vorstellungsgespräch
 

Egal für welche Stelle Sie sich bewerben: es ist immer von Vorteil, ein paar Benimm-Regeln zu beachten. Wenn Sie diese Tipps beherzigen, machen Sie auf Anhieb einen guten Eindruck.

 

  • Seien Sie überpünktlich! Wenn Sie fünf bis zehn Minuten vor dem Termin erscheinen, haben Sie genug Zeit, sich mental auf das folgende Gespräch vorzubereiten. Außerdem wirken Sie zuverlässig, organisiert und respektvoll.

  • Klopfen Sie selbstbewusst an! Es macht keinen guten Eindruck, wenn Sie an die Tür hämmern oder so leise klopfen, dass Sie kaum gehört werden.

  • Stellen Sie sich mit Ihrem vollen Namen vor! „Ich bin die Frau X“ oder „Ich heiße Sonja“ wirkt unprofessionell.

  • Strecken Sie Ihrem Gegenüber nicht aufdringlich die Hand entgegen! Nicht jeder Mensch möchte sofort Körperkontakt. Sollte man Ihnen jedoch die Hand reichen, sollten Sie mit einem kräftigen Händedruck reagieren. Nicht übertreiben, aber auch nicht zu schlaff zudrücken – das wird leicht als Willensschwäche und Labilität ausgelegt!

  • Nehmen Sie erst nach einer Aufforderung durch Ihren Gesprächspartner Platz!

  • Eine evtl. angebotene Zigarette sollten Sie lieber höflich ablehnen – auch unter Stress nicht vom Nikotin abhängig zu sein kommt gut an. Auf gar keinen Fall sollten Sie von sich aus fragen, ob Sie rauchen dürfen oder sich sogar ungefragt eine Zigarette anzünden!

  • Ein angebotenes (alkoholfreies!) Getränk dagegen sollten Sie ohne Zögern annehmen.

  • Ihre Sitzhaltung sollte entspannt sein – weder zu steif noch zu lässig. Sitzen Sie ruhig auf der gesamten Sitzfläche – nicht auf der äußersten Kante. Und vor allem: Wippen Sie nicht mit dem Stuhl!

  • Während des Gesprächs sollten Sie den Blickkontakt mit Ihrem Interviewer suchen. Häufiges Wegschauen signalisiert Desinteresse und wirkt ausweichend. Den Blick ständig auf den Boden oder den eigenen Schoß zu richten, wirkt verschlossen und gehemmt. Aufdringliches Anstarren Ihres Gegenübers ist jedoch auch nicht sinnvoll – Sie möchten Ihren potentiellen Arbeitgeber ja nicht hypnotisieren.

  • Als Bewerber sollten Sie nicht versuchen, den Gesprächsablauf zu dominieren. Lassen Sie sich ruhig von Ihrem Gegenüber führen.

  • Seien Sie während des gesamten Gesprächs aufmerksam und freundlich.

  • Lassen Sie erkennen, dass Sie gut zuhören und genau verstehen, was im Gesprächsverlauf gesagt wird. Wenn Sie etwas nicht verstehen, fragen Sie höflich nach. Ihr Gegenüber soll nie den Eindruck haben, dass es an Ihnen vorbeiredet.

  • Sprechen Sie weder zu schnell, noch zu langsam (bei Aufregung verhaspelt man sich leicht und zieht das Sprechtempo zu stark an). Machen Sie gezielt Atempausen.

  • Versuchen Sie, sachlich zu bleiben (keine übertriebenen Gefühlsausbrüche) und Ihre Sprache zu kontrollieren - meiden Sie Szenesprache, Kraftausdrücke und Fremdwörter, deren Bedeutung Sie nicht genau kennen.

  • Ein letzter Tipp: Versuchen Sie, das Vorstellungsgespräch nicht als lästigen Pflichttermin zu betrachten. Halten Sie sich vor Augen, dass dieses Gespräch Ihr gesamtes weiteres Leben positiv beeinflussen kann, dass Sie interessanten Menschen begegnen werden und die Möglichkeit haben, Ihre Fähigkeiten, Vorzüge und Erfahrungen ausführlich darzustellen. Ihr Gesprächpartner nimmt sich Zeit, Sie so gut wie möglich kennenzulernen. Sie sollten umgekehrt das Gleiche tun. Auch Ihr potenzieller Arbeitgeber steht in einem Vorstellungsgespräch auf dem Prüfstand. Vielleicht ist Ihr Interview ja der „Beginn einer wunderbaren Freundschaft“.
     

In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Vorstellungsgespräch!
 

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