Reden Sie sich nicht um Kopf und Kragen!
Im Vorstellungsgespräch ist man vor Überraschungen nicht gefeit. Umso wichtiger zu wissen, was man auf die gängigen Fragen antwortet.
Selbstsicherheit, Überzeugungskraft und Schlagfertigkeit sind nicht jedem in die Wiege gelegt. Abgesehen davon, dass einem in einer Situation wie dem Vorstellungsgespräch solche Eigenschaften kurzzeitig abhanden kommen können. So gibt es bei fast jedem Bewerber irgendwo Ansatzpunkte für kritische Fragen, die ihn aus dem Konzept bringen sollen; oft genügt da schon ein kleiner Schlenker im Lebenslauf. Wie da auf die Schnelle eine Antwort finden, die eine positive Wirkung hat?
Auswendig abgespulte Antworten?
Man muss sich also vorbereiten, sich Antworten überlegen. Wichtig dabei ist, die Absicht der jeweiligen Frage zu kennen. Nur so kommt man auf Argumente, die gut wirken, kann inhaltlich flexibel reagieren. Das zu lernen, ist das erklärte Ziel des Buchs „101 Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch“ des Personalexperten Claus Peter Müller-Thurau. Darin findet der Leser beispielhafte und ausführlich bewertete Antworten auf die gängigsten Fragen im Vorstellungsgespräch: mal gute, mal schlechte und mit einer Analyse des jeweiligen Frageziels.
Persönlichkeit wird abgeklopft
Nach den Fragen zum Unternehmen, zum Bildungs- und Berufsweg bilden die zur Persönlichkeit des Bewerbers einen zentralen Block. „Wovor haben Sie Angst?“ könnte hier eine Frage lauten. Was der Interviewer mit ihr herausfinden will ist weniger, wovor sich der Bewerber im Leben fürchtet. Hier sollte man versuchen, berufliche Risiken wie etwa „Fehlentscheidungen“ zu nennen. Und gleichzeitig signalisieren, dass man bereit ist, solche Risiken anzunehmen.
Unebenheiten und heikle Fragen
„Warum haben Sie den Job so oft gewechselt?“ Bei dieser Frage der Rubrik „Unebenheiten im Werdegang“ gilt es nichts schönzureden; wer versucht, den Nutzen jeder Station überzeugend herauszustellen, kann die Situation aber womöglich retten. Neben den weiteren Themenblöcken Führung und Zusammenarbeit, Methodenkompetenz, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Führungsverhalten werden auch Fragen zum Gehalt, typische Frauenfragen oder einige zweifelhafte wie „Was ist Ihre Lieblingsfarbe“ berücksichtigt; letztere kann man zwar ehrlich beantworten, aber getrost unter der Kategorie „Psychomätzchen“ abhaken. Zum Schluss erfährt der Leser noch, wann er falsche Antworten geben darf oder wie er verhindert, dass der Personaler im Internet Dinge über ihn erfährt, die er ihm freiwillig nie mitteilen würde.
So ist man mit diesem Ratgeber auf das Vorstellungsgespräch gut vorbereitet und kann in heiklen Momenten souveräner auftreten. Dazu geben auch die Hördialoge auf der CD gute Schützenhilfe. Ein schönes Extra: Der Leser kann sich per Gutschein eine kostenlose Online-Beratung direkt vom Autor abholen.
Dieser Text stammt aus: Claus Peter Müller-Thurau: 101 Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch. Buch mit CD-ROM, inkl. Gutschein für eine kostenlose Online-Beratung. 3. Auflage, Haufe Verlag 2008, 200 Seiten, 14,95 Euro
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